Mühlenwirtschaft

 

Die Struktur der Branche

Die deutsche Mühlenwirtschaft besetzt in der Getreidewert-schöpfungskette eine Schlüsselrolle. In den Betrieben werden aus dem Rohstoff Getreide Lebensmittel hergestellt, die in den Bäckereien, von der Lebensmittelindustrie oder im Haushalt weiter verarbeitet werden. Dafür vermahlen die Mühlen jährlich etwa ein Drittel der deutschen Weizen- und Roggenernte: 7,5 Millionen Tonnen Weichweizen und 800.000 Tonnen Roggen sowie 400.000 Tonnen Hartweizen.

 

Dabei agiert die Branche regional und nachhaltig: 95 Prozent

des vermahlenen Brotgetreides stammen aus Deutschland und nahezu 90 Prozent der Mühlenprodukte werden hier verbraucht. Jeder Bundesbürger konsumiert etwa 70 Kilogramm Mehl und andere Mahlerzeugnisse im Jahr. Im Durchschnitt versorgt jede Mühle etwa 385.000 Menschen Tag für Tag mit wichtigen Grundnahrungsmitteln. Die eingesetzten Rohstoffe werden vollständig verwertet.

 

Mühlennachprodukte, wie Kleie oder Nachmehle, werden zu Futtermitteln verarbeitet. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 550 produzierende Mühlenbetriebe, 214 davon vermahlen mehr als 1.000 Tonnen Getreide im Jahr. Mit rund 6.000 Mitarbeitern erwirtschaftet die Branche einen Jahresumsatz von rund 2,75 Milliarden Euro.